Abschlusskundgebung Friedensweg: Kein Geschäft mit dem Tod

Ein besonderes Projekt fand am 4. Juli in Konstanz seinen Abschluss: Unter dem Motto „Frieden in Bewegung“ war der Friedensweg der Naturfreunde am 12. Mai in Hannover gestartet und kam nach 55 Tagesetappen an diesem Tag in Konstanz an. Zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen waren auf der Abschlusskundgebung im Stadtgarten vertreten und bekräftigten: Mit Waffen schafft man keinen Frieden! Wer tatsächlich eine friedliche Zukunft will, darf nicht zugleich die Rüstungsausgaben exorbitant steigern und mit Waffenexporten Millionen verdienen. Letzteres ist gerade hier am Bodensee von großer Bedeutung: Denn genau hier wird das große Geld mit dem Krieg gemacht.

Wir als die LINKE lehnen dieses Geschäft mit dem Tod ab. Stattdessen setzen wir auf die konsequente Entmilitarisierung der Außenpolitik und eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit. Denn Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Er gedeiht nur auf der Grundlage sicherer Lebensbedingungen, wirksamer internationaler Konfliktregulierungsmechanismen und fairer Handelsbeziehungen. Wer immer erst im Extremfall auf seine „responsibility to protect“ verweist, verschweigt dabei seine Versäumnisse – wenn nicht Vergehen – im Vorhinein. Gerade Europa mit seiner kolonialen Vergangenheit darf sich international nicht als Retter der Entrechteten aufspielen, sondern täte gut daran, zunächst seine historische Schuld auf- und abzuarbeiten.